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Handel & Märkte

Preise werden nicht vom Spiel festgelegt, sondern durch Angebot und Nachfrage auf Hexagon-Ebene bestimmt. Es gibt zwei Handelsarten: passiver Handel über den Hexagon-Markt und aktiver Handel durch Direktverträge.

Jedes Hexagon hat ein oder mehrere Lagerhäuser, die als Puffer zwischen Produktion und Konsum dienen.

  1. Ein Spieler produziert Motoren und “verkauft” sie an das lokale Hexagon-Lager
  2. Er bekommt Geld basierend auf dem aktuellen lokalen Marktpreis
  3. Ein anderer Spieler sieht: “In Hex 52 ist der Preis für Motoren niedrig”
  4. Er gibt seiner Logistik-AG den Auftrag: “Hole 100 Motoren von Hex 52 zu meinem Lager”

Vorteil: Keine Verhandlung nötig, sofortige Liquidität
Nachteil: Keine Preisgarantie, Marktpreis kann schwanken

Preis = Basiswert × (Nachfrage / Angebot) × Regionaler Faktor
FaktorBeschreibung
BasiswertProduktionskosten + angemessene Marge
Nachfrage/AngebotAktuelles Verhältnis im Hexagon-Lager
Regionaler FaktorTransportkosten, Tech-Level, Konkurrenz

Spieler A schließt mit Spieler B einen Vertrag:

“Ich liefere dir jede Woche 50 Motoren für Preis X pro Stück. Vertragsdauer: 100 Ticks.”

  1. Angebot: Spieler A bietet Waren an Spieler B an
  2. Logistik-Check: Das Interface zeigt: “Günstigster Transportweg über 3 Logistik-Unternehmen kostet 500€ pro Lieferung. Dauer: 4 Ticks.”
  3. TK-Reservierung: Mit der Unterschrift werden Transport-Kapazitäten in den Depots der Drittparteien reserviert
  4. Zahlung: Automatische Abbuchung beim Empfänger, Aufteilung an Sender und Logistiker

Wenn ein Logistik-Unternehmer sein Depot abreißt oder die LKWs verkauft:

  • Der Vertrag zwischen A und B bricht
  • Der Logistiker zahlt eine Entschädigung
  • Der Sender muss eine Alternative Route finden oder den Vertrag neu aushandeln

Ein Großhändler besitzt Lagerkapazität und Transportmittel. Sein Geschäftsmodell:

  1. Einkauf: Waren günstig kaufen (wo Angebot hoch ist)
  2. Transport: In Regionen bringen (wo Nachfrage hoch ist)
  3. Verkauf: Auf Hexagon-Märkten zu höheren Preisen verkaufen
Arbitrage-Gewinn = Verkaufspreis - Einkaufspreis - Transportkosten - Lagerkosten

Beispiel:

  • Motoren in Hex 12 (Industriegebiet): 1000€
  • Transport nach Hex 45 (Entwicklungsregion): 150€
  • Verkauf in Hex 45: 1400€
  • Lagerkosten (pro Tick): 20€
  • Gewinn: 230€ pro Motor

Für die Dauer eines Vertrages wird in allen beteiligten Depots die entsprechende Transportkapazität (TK) reserviert:

AspektBedeutung
Garantierte LieferungDer Platz kann nicht anderweitig verkauft werden
KostenLaufende Kosten für den Logistiker (Lager, Fahrer)
RisikoWenn der Vertrag bricht, wird die TK frei
VertragstypBeschreibungNutzen
Spot-VertragEinmalige LieferungFlexibel, aber teurer
DauervertragRegelmäßige Lieferungen (z.B. wöchentlich)Planungssicherheit, günstiger
ExklusivvertragLieferant darf nicht an Konkurrenz verkaufenMonopol auf Ressource
RahmenvertragMaximale Menge festgelegt, Abruf nach BedarfSkalierbarkeit

Der Großhändler ist oft identisch mit dem Logistik-Unternehmer:

  • Besitzt Depots, LKWs, Züge, Schiffe
  • Bündelt kleine Lieferungen zu effizienten Transporten
  • Bietet “Bausätze” an (z.B. “Motoren-Komplettpaket”: Block, Kolben, Ventile, Zündkerzen)

Dies reduziert die Transaktionskosten für Endhersteller, die nicht mit Dutzenden Vorlieferanten verhandeln müssen.