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AG-Bilanzsystem

Jedes Unternehmen in Econ Inc ist eine Aktiengesellschaft (AG) mit echten Bilanzen. Das System spiegelt die realwirtschaftliche Buchhaltung wider – jedes Item trägt seinen Wert, erst beim Verkauf entsteht Gewinn.

AKTIVA | PASSIVA
------------------------- | -------------------------
Anlagevermögen | Eigenkapital
- Gebäude | - Aktienkapital
- Maschinen | - Gewinnrücklagen
- Schienen/Depots | - Jahresüberschuss
- Patente/Lizenzen |
| Fremdkapital
Umlaufvermögen | - Bankkredite
- Rohstoffe | - Lieferantenkredite
- Halbfertige Produkte | - Anzahlungen Kunden
- Fertige Produkte |
- Forderungen |
|
Bilanzsumme = | Bilanzsumme

Jedes produzierte oder gekaufte Item trägt seinen Wert in der Bilanz:

Bilanzwert = Materialkosten + Stromkosten + Lohnkosten + Maschinenverschleiß
KomponenteWert
Gusseisen-Barren (50kg)250€
Stahl-Legierung (10kg)100€
Kolbenringe (4x)80€
Ventile (8x)120€
Zündkerzen (4x)60€
Dichtungen20€
Motorenöl (5L)40€
Stromkosten50€
Arbeitsstunden (40h × 25€)1.000€
Maschinenverschleiß80€
Bilanzwert1.800€

Der Bilanzwert wandelt sich erst beim Verkauf in Gewinn um:

PhaseBuchungBilanzeffekt
ProduktionUmlaufvermögen ↑ (Motor)+1.800€
LagerungKeine Änderung
Verkauf (2.000€)Umlaufvermögen ↓, Liquide Mittel ↑+200€ Gewinn

Anlagegüter verlieren über Zeit an Wert:

AnlagegutNutzungsdauerAbschreibung/Jahr
Gebäude50 Jahre2%
Maschinen10 Jahre10%
Fahrzeuge5 Jahre20%
Schienen30 Jahre3,3%
Patente20 Jahre5%
  • Anschaffungskosten: 500.000€
  • Abschreibung: 10.000€/Jahr (2%)
  • Nach 5 Jahren: Buchwert 450.000€
TypBeispielBilanzierung
InvestitionsgutMaschinen, GebäudeAnlagevermögen, AfA
VerbrauchsgutRohstoffe, TreibstoffSofortige Aufwandsbuchung
VorrätLagerbestandUmlaufvermögen
  • Aktienausgabe: Spieler können Anteile an der AG verkaufen
  • Gewinnrücklagen: Nicht ausgeschüttete Gewinne
  • Kapitalerhöhung: Neue Aktien ausgeben für Investitionen
  • Bankkredite: Feste Zinsen, Rückzahlungsplan
  • Lieferantenkredite: Zahlungsziele bei Einkäufen
  • Anleihen: Spieler können Anleihen ausgeben
KennzahlFormelBedeutung
EigenkapitalquoteEK / BilanzsummeFinanzierungsunabhängigkeit
LiquiditätsgradLiquide Mittel / kurzfristige VerbindlichkeitenZahlungsfähigkeit
UmsatzrenditeGewinn / UmsatzProfitabilität
DeckungsbeitragErlös - variable KostenProduktprofitabilität
  • Kauf von Aktien verschiedener AGs
  • Dividenden aus Gewinnausschüttungen
  • Kein operatives Engagement
  • Mehrheitsbeteiligungen an strategischen Unternehmen
  • Einfluss auf Geschäftsführung
  • Übernahmen und Fusionen
  • Insolvenz: AG kann Bilanz überschreiten → Aktien wertlos
  • Illiquidität: Kurzfristige Zahlungsunfähigkeit trotz positivem EK
  • Wertverlust: Abschreibungen bei veralteter Technologie

Bei Insolvenz:

  1. Verkauf aller Vermögensgegenstände (Maschinen, Gebäude, Patente)
  2. Befriedigung der Gläubiger (Fremdkapital)
  3. Rest an Aktionäre (Eigenkapital)
  4. Löschung der AG

Konsequenz: Investoren können ihre Investition komplett verlieren – echtes Risiko in der Kapitalismus-Anarchie.